Süsses oder Saures – Reporter Benedikt auf der Spur der Halloweenstreiche

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Halloweenstreich

Ich habe mir ein kleines Zimmer in einem Landhotel ganz in der Nähe des Witfieldcollege genommen.
Als ich dort zuletzt mit dem Gärtner Mr. Stilton gesprochen habe, ließ er eine interessante Bemerkung fallen.
Er meinte am Halloweentag wäre es immer interessant hier auf seinem College.
In jedem Jahr lassen sich die Schüler etwas Besonderes einfallen.
Und in diesem Jahr würde es wohl einen besonders unangenehmen Mitschüler treffen.
Das machte mich natürlich neugierig.
Nun warte ich auf die Nacht. Ich werde mich zum College schleichen und beobachten, was dort so an diesem besonderen Abend passiert.

Die Uhr hatte Mitternacht geschlagen, als ich am alten Kräutergarten vorbei kam. Ich wollte zu den Gewächshäusern gehen und sehen, was der Gärtner so treibt am Halloweenabend.
Dann sah ich einen Schüler im Garten stehen, der sich ängstlich umsah.
Was machte er hier allein?
Dann hörte ich Stimmen. Erst leise, dann immer lauter und unheimliche Geräusche. Ich duckte mich hinter der großen alten Löwenstatue in der Mitte des Gartens.
Der Mond kam hinter den Wolken hervor und hing wie ein leuchtender Kürbis am Himmel. Dann sah ich etwas Unglaubliches.
Die verwitterten Steinfiguren im Garten schoben ihre grauen Gesichter und Hände aus den Efeuranken und bewegten sich auf den Schüler zu.
Sie riefen nach ihm und Staubwolken kamen aus ihren zahnlosen Mündern.
Nicht nur dieser Schüler, der übrigens etwas Ähnlichkeit mit einem Frettchen hatte, begann zu zittern. Mir wurde furchtbar kalt.
So etwas hatte ich noch nicht erlebt und ich habe schon viel gesehen auf meinen Reisen.
Ich sah den Jungen schreiend davon laufen.
Dann kam die Überraschung.
Aus den Efeuranken befreiten sich lachend ganz gewöhnliche Schüler und aus der hinteren Ecke des Gartens erschienen Peter Scott und sein Freund Alan.
Na da wurde mir einiges klar.
Diese kleinen Verbrecher hatten diesem Jungen einen ziemlichen Streich gespielt.
Ich wollte gerade aufstehen und mich zeigen, als neben mir an der Löwenstatue ein ohrenbetäubendes Gebrüll erklang.
Was war das nun wieder.

Ich fiel vor Schreck zu Boden und verhakte mich im Dornengestrüpp. Bevor ich mich befreien konnte, waren alle Schüler verschwunden.
Nun sitze ich in meinem Zimmer im Hotel und versuche etwas aufzuschreiben.
Alle werden lachen über meine Angst im Kräutergarten, aber sie waren nicht dabei. Es war wirklich gruselig.
So eine freche Schülerbande.
Vielleicht behalte ich die Sache einfach für mich.
Ich werde mit dem Gärtner noch einmal reden, wenn ich schon einmal hier in der Nähe des Witfieldcollege bin.